Beschreibung der elektrischen Konfiguration der Hochspannungs-Containereinheit

Hochspannungs-Dieselgeneratorsatz

Als integriertes und modulares StromversorgungsgerätHochspannungscontainereinheitAufgrund ihrer Vorteile wie einfacher Installation, hohem Schutz und vielseitiger Anpassungsfähigkeit findet die Hochspannungscontainer-Einheit breite Anwendung in der industriellen Produktion, der Notstromversorgung, der Stromversorgung abgelegener Gebiete und anderen Bereichen. Das 10,5-kV-Modell ist eine typische Konfiguration in aktuellen technischen Anwendungen und kann flexibel an unterschiedliche Spannungsanforderungen wie 6,3 kV, 6 kV und 11 kV angepasst werden. Dieser Artikel beschreibt die vollständige elektrische Konfiguration der Hochspannungscontainer-Einheit, einschließlich Kernsystem, Hilfseinrichtungen, Sicherheitsvorkehrungen und Implementierungsstandards, und bietet somit eine umfassende technische Referenz für die Auswahl, Installation, den Betrieb und die Wartung der Einheit.

Die elektrische Konfiguration der Hochspannungs-Containeranlage basiert auf den Nennparametern, welche den Anwendungsbereich und die Betriebsbedingungen der Anlage definieren. Die Nennspannung der Anlage beträgt 10,5 kV (Leitungsspannung) und erfolgt über eine dreiphasige 50-Hz-Stromversorgung. Die übliche Nennleistung liegt zwischen 800 kW und 3000 kW, und die Nenndrehzahl wird konstant bei 1500 U/min gehalten, um die Kontinuität und Stabilität der Stromversorgung zu gewährleisten. Der Generator ist dreiphasig in Sternschaltung ausgeführt, und der Neutralpunkt ist über einen NGR-Widerstand geerdet, wodurch der Erdschlussstrom effektiv begrenzt und die Systemsicherheit gewährleistet wird. Die Isolationsklasse entspricht Klasse H, und die Temperaturerhöhung wird gemäß Klasse F bewertet, wodurch die Anlage den Anforderungen auch unter komplexen Betriebsbedingungen gerecht wird. Hinsichtlich der Schutzart entspricht der Generator der Schutzart IP23 und das Gehäuse des Containers der Schutzart IP54/IP55. Dadurch ist die Anlage wirksam gegen das Eindringen von Staub, Regenwasser und anderen Verunreinigungen geschützt und eignet sich für die Installation und den Einsatz im Freien und in rauen Umgebungen.

Hochspannungs-Dieselgeneratorsatz
Hochspannungs-Dieselgeneratorsatz

Das Hauptgeneratorsystem bildet das Herzstück der Stromversorgung der Anlage. Seine Konfiguration bestimmt maßgeblich die Qualität der Stromversorgung und die Betriebssicherheit. Kernkomponente dieses Systems ist ein bürstenloser Synchrongenerator, der je nach Anforderung als ein- oder zweifach gelagerte Ausführung gewählt werden kann. Bevorzugt werden international renommierte Marken wie Stamford, Leroy Somer und Meccalte oder vergleichbare inländische Hochspannungsprodukte. Die Erregung erfolgt mittels Permanentmagnet-Erregung (PMG) in Kombination mit einem digitalen AVR. Diese Konfiguration zeichnet sich nicht nur durch eine hervorragende Störfestigkeit aus, sondern ermöglicht auch eine präzise Spannungsregelung mit einer stationären Spannungsregelung von ≤ ±0,25 %. Die hohe Erregerleistung ermöglicht eine 10-sekündige Überlastung von 300 % und gewährleistet so die Spannungsstabilität der Anlage auch bei Lastschwankungen. Gleichzeitig beträgt die Verzerrungsrate der Generatorspannungswellenform ≤ 3 % (im Leerlauf und bei Halblast), der Kälteisolationswiderstand (15–35 °C) ≥ 2 MΩ und die Netzfrequenz-Stehspannung 42 kV (gegen Erde) für 1 Minute. Damit werden die Isolations- und Stehspannungsanforderungen für Hochspannungsanlagen vollständig erfüllt. Zur weiteren Gewährleistung der Systemsicherheit ist die Anlage mit einem Neutralpunkt-Erdungsschrank (NGR) ausgestattet. Dieser enthält Erdungswiderstände, Stromwandler, Erdschlussschutzeinrichtungen, Trennschalter, Kontrollleuchten und weitere Komponenten. Seine Hauptfunktion besteht darin, den Erdschlussstrom zu begrenzen, Überspannungen zu unterdrücken und das selektive Auslösen des Relais-Schutzsystems zu ermöglichen, um die Gefahr einer Fehlerausbreitung zu reduzieren.

Das Hochspannungsschalt- und Stromverteilungssystem ist ein zentrales Element der elektrischen Energieübertragung und -verteilung der Anlage. Es besteht im Wesentlichen aus Hochspannungsschaltanlagen, Spannungswandlerschränken und Parallelschaltschränken (bei Parallelschaltung mehrerer Einheiten). Die Hochspannungsschaltanlage, die als Generatorausgangsschrank dient, verfügt als Kernkomponente über einen Vakuumleistungsschalter (VCB) mit einer Nennspannung von 12 kV und einem Abschaltvermögen von ≥ 25 kA. Dieser unterbricht den Fehlerstrom zuverlässig und gewährleistet so die Systemsicherheit. Der Schaltschrank ist mit Strom- und Spannungswandlern der Mess- und Schutzklasse 5P20 ausgestattet. Der Spannungswandler hat eine Spezifikation von 10,5 kV/0,1 kV und dient hauptsächlich der Spannungsmessung, der Synchronisationssteuerung sowie dem Über- und Unterspannungsschutz. Zusätzlich ist ein 10-kV-Zinkoxid-Ableiter installiert, der Generator und Haupttransformator wirksam vor Überspannungen schützt. Darüber hinaus verfügt die Schaltanlage über Kurzschluss-, Überlast- und Erdschlussschutz, unterstützt manuelle und elektrische Öffnungs- und Schließvorgänge und ist mit Positionsanzeige und elektrischen Verriegelungseinrichtungen zur Vermeidung von Fehlbedienungen ausgestattet. Der Spannungswandlerschrank ist optional erhältlich und dient der Bereitstellung von Spannungssignalen, Synchronisationssignalen, Instrumentenstromversorgung und Schutzspannungsquellen für das System, um den ordnungsgemäßen Betrieb des Steuerungs- und Schutzsystems zu gewährleisten. Für den Parallelbetrieb mehrerer Einheiten ist ein Parallelschaltschrank erforderlich. Dieser integriert automatische und manuelle Synchronisationseinrichtungen, verfügt über Verriegelungsfunktionen für Frequenz-, Spannungs- und Phasenwinkeldifferenzen und ermöglicht die automatische Blind- und Wirkleistungsverteilung zwischen den Einheiten, wodurch die Stabilität und Wirtschaftlichkeit des Parallelbetriebs sichergestellt wird.

Das Steuerungs- und Schutzsystem ist das Herzstück für den sicheren und effizienten Betrieb der Anlage und besteht aus drei Modulen: Anlagensteuerung, Hochspannungsschutzrelais und lokaler/Fernüberwachung. Für die Anlagensteuerung werden vorzugsweise Produkte namhafter Hersteller wie Deepsea DSE7320 und ComAp oder vergleichbare Produkte aus heimischer Produktion verwendet. Sie verfügt über automatische Start-/Stopp- und AMF-Funktionen (automatische Umschaltung bei Netzausfall) und überwacht in Echtzeit wichtige Betriebsparameter wie Wassertemperatur, Öldruck, Drehzahl, Spannung, Stromstärke, Frequenz und Leistung. Gleichzeitig integriert sie vielfältige Schutzfunktionen wie Über-/Unterspannungsschutz, Über-/Unterfrequenzschutz, Überstromschutz, Kurzschlussschutz, Schutz vor Überdrehzahl, Schutz vor zu hoher Wassertemperatur und Schutz vor zu niedrigem Öldruck. Sie zeichnet automatisch Fehlerinformationen und historische Ereignisse auf und unterstützt die Fernkommunikation über RS485/Ethernet, was die Bedienung und Wartung vereinfacht. Der Hochspannungsschutz nutzt ein mikrocomputergesteuertes Schutzgerät mit umfassenden Schutzfunktionen, darunter Generator-Differenzialschutz, Überstrom-/Sofortauslöseschutz, Erdschlussschutz (Nullfolge-Stromwandler netzseitig), Über-/Unterspannungsschutz, Über-/Unterfrequenzschutz und Rückleistungsschutz (im Netzbetrieb). Er reagiert schnell auf Störungen, schaltet den Fehlerstromkreis umgehend ab und minimiert so das Risiko von Anlagenschäden. Die Überwachung erfolgt kombiniert lokal und per Fernzugriff. Lokal sind Hoch- und Niederspannungs-Bedienfeld zentral auf einer Seite des Containers angeordnet, was die Bedienung und Überwachung vor Ort erleichtert. Fernzugriff ermöglicht die Unterstützung der Kommunikationsprotokolle MODBUS TCP/4G/5G und die Anbindung an ein SCADA-System oder eine Cloud-Plattform. Dadurch werden der Betriebszustand der Anlage in Echtzeit überwacht, Parameter angepasst und frühzeitig Störungen erkannt. Dies verbessert die Effizienz von Betrieb und Wartung.

Das Niederspannungs-Hilfssystem gewährleistet den ordnungsgemäßen Betrieb der Anlage und umfasst im Wesentlichen einen 400-V-Wechselstromverteilerschrank und ein 24-V-Gleichstromsystem. Der Niederspannungsverteilerschrank versorgt diverse Hilfsgeräte mit Strom, darunter Frostschutz- und Feuchtigkeitsschutzgeräte wie Wassermantelheizungen, Raumheizungen und Entfeuchtungsheizungen, Klimatisierungs- und Hilfsgeräte wie Containerbeleuchtung, Steckdosen, Abluftventilatoren und elektrische Rollläden sowie Sicherheits- und Steuerungseinrichtungen wie Ladegeräte, Steuerstromversorgungen und Brand-/Rauchmelder. Der Schrank ist mit Leistungsschaltern (MCCB), Leitungsschutzschaltern, Fehlerstromschutzschaltern, Kontrollleuchten, Voltmeter/Amperemeter usw. ausgestattet, um die Sicherheit und Stabilität der Hilfsstromversorgung zu gewährleisten. Das DC24V-Gleichstromsystem dient als Not- und Steuerstromversorgung des Geräts und verwendet wartungsfreie 24V-Bleiakkumulatoren oder Niedertemperatur-Speicherbatterien mit einer Kapazität von 150–200Ah. Es ist mit einem intelligenten Erhaltungs-/Ausgleichsladegerät mit einer Eingangsspannung von AC400V ausgestattet, das ein automatisches Lade- und Entlademanagement der Speicherbatterien ermöglicht. Gleichzeitig verfügt es über einen (verriegelbaren) Batterietrennschalter, eine Sicherung und eine Isolationsüberwachungseinrichtung, um die Zuverlässigkeit und Sicherheit des Gleichstromsystems zu gewährleisten und die Auswirkungen eines Ausfalls der Gleichstromversorgung auf den normalen Start und Betrieb des Geräts zu vermeiden.

Das Erreger- und AVR-System bildet das zentrale Hilfssystem zur Sicherstellung der Generatorspannung und arbeitet eng mit dem Hauptgeneratorsystem zusammen. Die Anlage nutzt eine bürstenlose Permanentmagnet-Erregung (PMG) (Standardkonfiguration). Im Vergleich zu herkömmlichen Erregungsarten bietet diese eine hohe Störfestigkeit, zuverlässiges Anlaufverhalten und einfache Wartung und ist an unterschiedliche Lastbedingungen anpassbar. Als zentrales Steuerungselement des Erregersystems gewährleistet der digitale automatische Spannungsregler (AVR) nicht nur die automatische Spannungsregelung zur Sicherstellung der Generatorausgangsspannung, sondern unterstützt auch die Blindleistungs-/Leistungsfaktorregelung und die Blindleistungsverteilung im Parallelbetrieb. Dies verbessert die Stromversorgungsqualität und die Wirtschaftlichkeit der Anlage.

Das Kabel-, Sammelschienen- und Erdungssystem bildet das Herzstück der elektrischen Anlage und beeinflusst maßgeblich die Sicherheit und Zuverlässigkeit der elektrischen Energieübertragung. Das Hochspannungskabel ist ein flammhemmendes Kupferkernkabel vom Typ YJV22-8,7/10 kV, das hauptsächlich für die Energieübertragung zwischen Generator, Hochspannungsschrank und NGR-Schrank verwendet wird und flammhemmend, temperaturbeständig und korrosionsbeständig ist. Das Niederspannungskabel entspricht der Spezifikation ZR-YJV 0,6/1 kV, und das Steuerkabel ist ein geschirmtes Kabel vom Typ ZR-KVV/KYJVP. Dieses ist ölbeständig, hitzebeständig und störungsresistent und gewährleistet die stabile Übertragung von Steuersignalen und Niederspannungsenergie. Der Hochspannungsschrank ist mit einer Kupfersammelschiene (TMY) mit wärmeschrumpfender Isolierung ausgestattet, um die Isolationsleistung zu verbessern und Kurzschlüsse zu vermeiden. Hinsichtlich des Erdungssystems muss die Containerhülle zuverlässig geerdet sein (mindestens an zwei Stellen), und alle elektrischen Betriebsmittel wie Generator-Neutralpunkt, Hochspannungsschrank, NGR-Schrank und Niederspannungsschrank sind an ein einheitliches Erdungsnetz angeschlossen. Der Erdungswiderstand muss ≤ 4 Ω betragen, um Fehlerströme effektiv abzuleiten und die Sicherheit von Anlagen und Personal zu gewährleisten.

Das Sicherheits- und Verriegelungssystem ist eine wichtige Voraussetzung für den Betrieb der Anlage und beseitigt potenzielle Gefahren durch vielfältige Schutzmaßnahmen. Die Hochspannungs-Türverriegelung schaltet die Anlage beim Öffnen der Tür automatisch ab oder verriegelt sie, um zu verhindern, dass Personal versehentlich in den Hochspannungsbereich gelangt und Stromschläge verursacht. Die elektrische Verriegelung verhindert Fehlbedienungen wie das Schließen mit Erdung oder das Schließen des Erdungsmessers mit Strom und gewährleistet so die Anlagensicherheit. Die Not-Aus-Funktion verfügt über drei Steuerungsmodi (direkt an der Maschine, am Bedienfeld und per Fernbedienung) und ermöglicht ein schnelles Anhalten der Maschine bei plötzlichen Störungen, wodurch Ausfallverluste minimiert werden. Gleichzeitig weisen Sicherheitshinweise wie „Hochspannungsgefahr“, „Schließen verboten“ und „Erdung“ sowie Warnleuchten am Container und an den elektrischen Anlagen auf die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen hin.

Um den individuellen Anforderungen verschiedener Anwendungsfälle gerecht zu werden, bietet das Gerät eine Vielzahl optionaler Konfigurationen. Für die Aufwärtsspannung kann ein 400V→10,5kV-Box-Transformator konfiguriert werden. Zur automatischen Umschaltung zwischen Netzstrom und Gerät kann ein ATS/Dual-Power-Schalter eingesetzt werden. Für verbesserte Fernsteuerungs- und Wartungsfunktionen lässt sich eine Fernüberwachungsbox mit 4G/5G, GPS und Cloud-Plattform konfigurieren. Zur Erhöhung des Brandschutzes kann ein Heptafluorpropan-/Aerosol-Feuerlöschsystem mit Rauch- und Temperaturmeldern konfiguriert werden. Für optimale Schall- und Wärmedämmung sorgen eine doppellagige Steinwolleisolierung, die Geräuschdämpfung von Zu- und Abluft sowie elektrische Jalousien, die den Betriebsgeräuschpegel reduzieren und das Gerät für niedrige Temperaturen geeignet machen.

Die elektrische Konfiguration der Hochspannungscontainer-Einheit entspricht strikt den relevanten nationalen und internationalen Normen, um die Qualität der Anlage und die Betriebssicherheit zu gewährleisten. Zu den gängigen Implementierungsnormen gehören GB/T 2820 „Wechselstromgeneratoren mit Hubkolben-Verbrennungsmotorenantrieb“, GB/T 1029 „Prüfverfahren für Drehstrom-Synchronmaschinen“, GB 50149 „Normen für die Konstruktion und Abnahme von Sammelschienenanlagen in der Elektrotechnik“, GB 50217 „Normen für die Auslegung von Energietechnikkabeln“ und IEC 60034 „Rotierende elektrische Maschinen“. Alle Konfigurationen erfüllen die Normanforderungen und können den Stromversorgungsbedarf verschiedenster technischer Anwendungen decken.


Veröffentlichungsdatum: 15. Mai 2026

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