1. Die Art der Injektion ist anders.
Benzin-Außenbordmotoren spritzen Benzin in der Regel in das Ansaugrohr ein, wo es sich mit Luft zu einem zündfähigen Gemisch vermischt und anschließend in den Zylinder gelangt. Diesel-Außenbordmotoren hingegen spritzen Dieselkraftstoff direkt über die Einspritzpumpe und -düse in den Zylinder ein. Dort vermischt er sich gleichmäßig mit der komprimierten Luft, entzündet sich unter hohem Druck und hoher Temperatur und treibt den Kolben an.
2. Merkmale von Benzin-Außenbordmotoren
Der Benzin-Außenbordmotor zeichnet sich durch hohe Drehzahl (die Nenndrehzahl des Yamaha 60-PS-Zweitakt-Benzin-Außenbordmotors beträgt 5500 U/min), einfache Bauweise, geringe Größe, geringes Gewicht (das Nettogewicht des Yamaha 60-PS-Viertakt-Benzin-Außenbordmotors beträgt 110-122 kg) und geringe Geräuschentwicklung im Betrieb aus. Weitere Vorteile sind ein kleiner, stabiler Betrieb, einfaches Starten sowie niedrige Herstellungs- und Wartungskosten.
Nachteile von Benzin-Außenbordmotoren:
A. Der Benzinverbrauch ist hoch, daher ist die Kraftstoffeffizienz schlecht (der Kraftstoffverbrauch des Yamaha 60 PS Zweitakt-Benzin-Außenbordmotors bei Vollgas beträgt 24 l/h).
B. Benzin ist weniger viskos, verdunstet schnell und ist entzündlich.
C. Die Drehmomentkurve ist relativ steil, und der Drehzahlbereich, der dem maximalen Drehmoment entspricht, ist sehr klein.
3. Merkmale von Diesel-Außenbordmotoren
Vorteile von Diesel-Außenbordmotoren:
A. Aufgrund des hohen Verdichtungsverhältnisses hat der Diesel-Außenbordmotor einen geringeren Kraftstoffverbrauch als der Benzinmotor, wodurch die Kraftstoffeffizienz besser ist (der Kraftstoffverbrauch des HC60E Viertakt-Diesel-Außenbordmotors bei Vollgas beträgt 14 l/h).
B. Diesel-Außenbordmotoren zeichnen sich durch hohe Leistung, lange Lebensdauer und gute Fahrdynamik aus. Sie emittieren 45 % weniger Treibhausgase als Benzinmotoren und reduzieren zudem die Kohlenmonoxid- und Kohlenwasserstoffemissionen.
C. Diesel ist billiger als Benzin.
D. Das Drehmoment des Diesel-Außenbordmotors ist nicht nur höher als das des Benzinmotors mit gleichem Hubraum, sondern auch der Drehzahlbereich, in dem ein hohes Drehmoment auftritt, ist größer. Das heißt, das Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen ist bei einem Schiff mit Diesel-Außenbordmotor höher als bei einem Benzinmotor mit gleichem Hubraum. Dadurch lassen sich schwere Lasten deutlich leichter anfahren.
E. Die Viskosität von Dieselkraftstoff ist höher als die von Benzin, wodurch er nicht so leicht verdampft, und seine Selbstentzündungstemperatur ist höher als die von Benzin, was ihn sicherer macht.
Nachteile von Diesel-Außenbordmotoren: Die Drehzahl ist geringer als bei Benzin-Außenbordmotoren (die Nenndrehzahl des HC60E Viertakt-Diesel-Außenbordmotors beträgt 4000 U/min), das Gewicht ist hoch (das Nettogewicht des HC60E Viertakt-Diesel-Außenbordmotors beträgt 150 kg), und die Herstellungs- und Wartungskosten sind hoch (da die Einspritzpumpe und die Einspritzanlage eine hohe Bearbeitungsgenauigkeit erfordern). Es kommt zu hohen Emissionen schädlicher Partikel. Die Leistung ist im Vergleich zu einem Benzinmotor mit ähnlichem Hubraum geringer.
Veröffentlichungsdatum: 27. Juli 2022








